Dienstleistungsbereich Aumattstraße Baden-Baden

Vom Genius Loci inspiriert, fügt sich der Entwurf im historisch und poetisch geprägten Stadtbild ein. Als Verlängerung des Stadtgefüges entsteht ein Dienstleistungsgebiet, das in die Oosaue mündet. Die Anordnung der Baukörper schafft eine Gliederung des Freiraums mit mehr oder weniger offenen und zugleich geschützten Bereichen. Durch die differenzierte Höhengestaltung der Gebäude bleibt die Großzügigkeit des Landschaftsraumes erhalten.

Der Entwurf folgt dem Verlauf der Oos: Ein horizontales Gebäude entwickelt sich längs der Europastraße bis zu einer Verbindungsachse der Kirchtürme zwischen Bernhardus- und Pauluskirche und akzentuiert diese. Ferner entsteht ein gezielt gesetzter städtebaulicher Akzent in Form eines Kubus.

Das Gebiet befindet sich im Übergangsbereich von Vorstadt zu Stadt und präsentiert eine Kombination aus repräsentativ gestalteten Bereichen und informellen naturerhaltenden Grünräumen. Die Gestaltung baut auf den Potentialen des Bestands auf und entwickelt diese zu einem zusammenhängenden nutzungsabgestuften Park mit starkem Bezug zum Wasser weiter. Das Landschaftskonzept lässt Platz für Unvorhergesehenes und die Aneignung durch Bewohner, Besucher und Spaziergänger.

Durch Ergänzung bestehender Obstgehölze und einer Durchwegung werden neue Flächen zugänglich gemacht und bieten Platz für gemeinschaftliche gärtnerische Aktivitäten.
Der Bereich nördlich der neuen Bebauung wird naturnah entwickelt. Zur Hochwasservorsorge soll hier das Ufer abgeflacht und das Flussprofil aufgeweitet werden. Lange Beobachtungsstege, die von den neuen Baukörpern in die Aue ragen, eröffnen neue Perspektiven auf den Flussraum und stellen eine sensible Verbindung von Landschaftsraum und Stadt dar.
Die nordöstliche Uferseite wird von einem Grünband mit Fussweg zwischen Fluss und B500 begleitet. Er inszeniert den Blick auf das gegenüberliegende Naturufer und die neue Bebauung. Eine Brücke für Fußgänger und Radfahrer in der „Kirchturmachse“ stellt eine neue direkte Verbindung über den Fluss her.

LE VESINET / Ökoquartier Parc Princesse

Ökoquartier Parc Princesse  (455 Wohnungen, 600m² Handelsflächen, ein Altersheim)

Der Parc Princesse ist die letzte Bodenreserve der Stadt Le Vesinet, die hier unter ökologischen Aspekten ein neues Wohnquartier sowie öffentliche Einrichtungen entwickeln will. Auf dem Gelände befindet sich das 1875 eingeweihte Hôpital du Vésinet (einem ehemaligen kaiserliche Asyl für kranke Arbeiterinnen): ein imposanter, teils unter Denkmalschutz stehender Bau und zentrales Element des zukünftigen Quartiers. Das im Herzen der Stadt gelegene Grundstück ist praktisch komplett bewaldet und damit selbst in Le Vesinet, das vom Grafen von Choulot seit der Mitte des 19. Jh. als „Stadt im Park“ geplant und entwickelt wurde, eine Besonderheit.
Das Ökoquartier soll städtebaulich und typologisch sensibel in diese Parklandschaft implantiert werden und sie verdichten, ohne dabei die vesinesische Tradition des Wohnens im Grünen zu beeinträchtigen. Dazu wurden qualitätvolle, alternative Modelle entwickelt, die zwischen den großen Wohnsitzen des 19. Jahrhunderts und den neuen Wohngebäuden vermitteln. Deren Erdgeschosszonen wurden offen und durchlässig geplant, während die bewohnten Ober- und Dachgeschosse bewusste Blickachsen und Ausschnitte in die umgebende Landschaft anbieten.

Um die landschaftliche Umgebung möglichst intakt zu halten, wurden die bemerkenswerten alten Baumbestände so weit wie möglich erhalten und bestehende Gehölze und natürliche Milieus aufgewertet. Gleichzeitig wurden die Gebäude vorrangig in bestehende Lichtungen mit wenig fruchtbarem Boden oder an die Standorte ehemaliger Gebäude gebaut.

Im Rahmen einer Bürgerbeteiligung wurde die Frage der Grenze zwischen öffentlichem und privaten Raum sowie einer möglichst störungsfreien Baustellenorganisation diskutiert. Aber letztendlich standen Umweltaspekte an erster Stelle, wenn es darum ging, die verschiedenen Parameter einer nachhaltigen Entwicklung systematisch und auf allen Ebenen des Projekts zu bewerten.

AUBERVILLIERS / Campus Condorcet

AUBERVILLIERS / Campus Condorcet

Auf einer Fläche von 5,4 ha entsteht in Aubervilliers nördlich von Paris derzeit der größte europäische Universitätscampus für Sozialwissenschaften. Das neue Viertel ist Teil eines Stadtumbau-Programms und hat zwei Funktionen: Es verbindet die verschiedenen Einheiten des Campus und gleichzeitig den Campus mit der Stadt. Drei Elemente tragen dazu wesentlich bei: der „Campus Park“, der „Cours des Humanités“ und die „aktiven“ Erdgeschosszonen.

Der Campus-Park Condorcet ist eine ruhige Oase in der dicht bebauten Umgebung. Der Grünbestand der umgebenden Straßen verlängert sich bis in die große grüne Freifläche des Campus. Das verdichtete Grün übernimmt eine wichtige klimatische Funktion, begünstigt die Biodiversität und schafft gleichzeitig einen angenehmen Außenraum.

Der „Cours des Humanités“ ist eine in Nord-Süd-Richtung verlaufende großzügige Achse, die das Rückgrat des Projekts bildet. An ihr befinden sich alle Institute und Einrichtungen. Sie verschwenkt in ihrem Verlauf, um das neue Große Dokumentationszentrum zu durchqueren und bindet den Campus auf kürzestem Weg an das Netz von Metro, Straßenbahn und Regionalbahnen an.

Die durchgängig 4,5m hohen „aktiven“ Erdgeschossbereiche bilden eine optisch wie physisch durchlässige Zone, an der sich die Eingangshallen und –bereiche der Uni-Institutionen und der angegliederten nicht-universitären Nutzungen vermischen. Sie sind gleichermaßen für Anwohner und Studenten zugänglich.

 

Karlsruhe / KIT Campus Süd / Außenanlagen

Außenanlagen der Universitätsgebäude

Die Lichtung im Wald

Neue Funktionen in historischem Kontext

Der beiden Neubauten des Materialwissenschaftlichen Zentrums für Energiesysteme MZE und des Mikrotribologie Centrum µTC der Fraunhofer Gesellschaft befinden sich am Schnittpunkt zweier wichtiger städtebaulichen Achsen und am Übergang zwischen zwischen dem bewaldeten Bereich des Campus und dem komplexen heterogenen städtischen Raum des Campus. Die Außenanlagen des Gebäudekomplexes tragen dieser Situation Rechnung und gliedern die Neubauten in ein schlüssiges Gesamtkonzept ein.

Ungebaute Formen – die Mähkante als Gestaltungselement

Die Öffnung des Geländes zum Campus-Forum hin erinnert an eine Lichtung im Wald. Der Freiraum fasst als übergeordnetes Element die einzelnen heterogenen Architekturen zusammen ohne selbst als räumliches gestaltetes Element in Erscheinung zu treten.

Aufenthaltqualität bieten großzügige Sitzelemente, die sich nicht nur zur Pause und zum Verweilen, sondern auch für kleine Besprechungen und das Arbeiten mit dem Laptop eignen. Sie sind gruppiert über das neue Gelände hinweg verteilt und bieten Aufenthalt in unterschiedlichstem Ambiente an. Dabei bieten Sie auch den Vorbereichen der Bestandsgebäude neue Qualitäten und lassen den Außenraum der neuen Gebäude mit der bestehenden Campusgestaltung eins werden.

Baumpflanzungen an der Richard-Willstätter-Allee im Zuge der Neugestaltung sorgen dafür, die alte Platanenallee nachhaltig in ihrem Bestand zu erhalten und das Bild einer durchgängigen Baumreihe zu komplettieren.

 

 

Heidelberg / Patton Barracks

Patton Barracks Heidelberg

Im Sommer 2015 hat die Stadt Heidelberg ein städtebauliches Planeratelier im Wettbewerb zur Zukunft der Patton Barracks veranstaltet. Auf dem 15 Hektar großen Gelände soll ein Innovations- und Produktionspark entstehen. Das Gewinnerprojekt von Hosoya Schaefer Architects wurde vertieft und in Koordination mit dem Freiraumkonzept von Agence Ter in einen städtischen Rahmenplan überführt. Dieser legt wichtige Eckwerte für die Entwicklung des Innovations- und Produktionspark Patton Barracks fest und sichert eine hohe städtebauliche, gestalterische und freiräumliche Qualität. Hierbei wurde der Umgang mit Bestandsbauten geklärt, eine mögliche städtebauliche und freiräumliche Identität illustriert, bereits bekannte Nutzungen verortet und Hypothesen zu möglichen Nutzungen gezeigt. So wird die qualitätsvolle Entwicklung der Konversionsfläche langfristig gesichert.

Die Patton Barracks erhalten mit dem vorliegenden Konzept eine Vielzahl von Freiflächen mit spezifischen Qualitäten und Atmosphären. Dies wird dem Anspruch an ein hochwertiges und attraktives Gewerbegebiet gerecht

Die Landschaftsachse ist das zentrales Bindeglied zwischen den zwei Hälften des Gewerbeparks und Rückgrat der Nord-Süd-Vernetzung von Kirchheim Mitte und Innenstadt. Das bisher durch die Kasernenmauern abgesicherte und unzugängliche Gelände öffnet sich nun als grüne Wege- und Vegetationsachse für Anwohner und dort Arbeitende.

An der Schwelle zur Innenstadt weitet sich der Raum zur breiten, leicht geneigten Grünfläche und ermöglicht die direkte Anbindung an den bereits bestehenden Fahrradschnellweg zur Bahnstadt und Süd- bzw. Weststadt.

Vorrang auf der Landschaftsachse haben im Süden der Fahrrad- und Busverkehr sowie die Anbindung der sich dort befindlichen Sportvereine. Im Gewerbepark selbst werden die einzelnen Verkehre getrennt weiter nach Norden geführt. So entsteht dort erstmals eine eigenständige und schnelle Nord-Süd-Verbindung für den nicht motorisierten Individualverkehr.

Die historische Maulbeerbaumallee entlang der Axialverbindung zum Schwetzinger Schloss wird in Teilen durch Neupflanzung der Bäume wieder sichtbar und rahmt die große Grünfläche am Bahndamm.

HAMBURG / Elbinselquartier

Leben in der Flusslandschaft

Die Elbinsel Wilhelmsburg, umflossen von der Norder- und Süderelbe, ist Teil des Ästuars der Elbmündung. Sie ist geprägt von Hafenanlagen, Infrastrukturachsen und etwas Landwirtschaft. Innerhalb dieses ökologischen und infrastrukturellen Biotops hat sich ein Mosaik landschaftlicher Nischen entwickelt. Diese Fragmente werden mit der Landschaft zu einer Stadt der Gärten verwoben; nicht mehr Vorort von Hamburg, sondern Lebensqualität vor Ort! Die Landschaft wird zur Leitdisziplin – sie integriert die bestehenden grünen Nischen, greift in die Stadtstruktur hinein und ermöglicht lokale Gartenidyllen im stadtlandschaftlichen Rahmen.

Das neue Quartier knüpft an die bestehenden Viertel an und schließt den Kreis um die Wilhelmsburger Mitte. Wo beide Strukturen aufeinandertreffen, entsteht am Aßmannkanal – entlang der von Süden kommenden Landschaftsachse – ein neuer Park mit Quartierszentrum. Dadurch erhält Wilhelmsburg eine klare polyzentrische Siedlungsstruktur. Der Quartiersplatz weist eine besondere landschaftliche Qualität auf und öffnet sich zu Park und Kanal.Für Fußgänger und Radfahrer wird eine neue Brückenverbindunge geschaffen, die direkt ins neue Quartier führt. Im Norden bindet auch die bauliche Struktur an die Blockränder des Reiherstiegviertels an, nach Süden löst sich diese zunehmend auf und geht in das hafenartige Gewerbequartier über. Wichtig ist im Süden die Anbindung an die Landschaftsachse, die sich nach Norden zieht und sich zum Park am Aßmannkanal aufweitet.

STRAßBURG / Entwicklungsgebiet deux Rives

STRAßBURG / Entwicklungsgebiet Deux Rives

Das Projekt Deux-Rives ist das Ergebnis einer ambitionierten Städtebaupolitik der Stadt Straßburg mit dem Ziel, die alten Hafengebiete neu zu beleben. Mit der Öffnung Richtung Wasser und dem damit entstehenden neuen Stadteingang realisiert die Metropole am Rhein ein Projekt von außergewöhnlich großer Tragweite. Das Ganze erhält durch die Verlängerung einer Straßenbahnlinie bis über die Grenze nach Kehl eine zusätzliche Dynamik.

Drei strategische Entwicklungslinien kennzeichnen das Projekt:

Schaffen eines Miteinanders von Stadt und Hafen :
Durch die Einführung geeigneter Rahmenbedingen soll das selbstverständliche Nebeneinander von Stadt und Hafen ermöglicht werden. Durch die Ansiedlung städtischer Infrastrukturen, der Ausbildung von grünen Fugen und einer gezielten Planung der Erdgeschosszonen kann sich eine Art Hybrid-Stadt entwickeln, in der sich Wohnen, Handel und Gewerbe nicht gegenseitig einschränken.

Entwicklung einer städtebaulichen Strategie, die sich aus der lokalen Landschaft ableitet:
Das Gebiet am Rhein ist von Wasser in unterschiedlichster Form geprägt, an der sich die städtische Entwicklung zwischen Kanälen, Docks und Wasserbecken ausrichtet. Die öffentlichen Räume befinden sich entlang der Ufer, was ihre Rolle als strukturierende städtische Verbindung weiter verstärkt. Die Bepflanzung in den Uferzonen wird intensiviert, wodurch sich auf der Ebene der Gesamtstadt ein grünes Raster bildet. Dieses ist gleichzeitig die Grundlage für ein groß angelegtes Netz für alle Langsamverkehre.

Neue Wohnformen und eine experimentelle Art, den öffentlichen Raum zu nutzen:
Es werden große Freibereiche angeboten, die von den Bewohner angeeignet werde können. Durch die Ausstattung der öffentlichen Räume mit Fitness- und Sport-Geräten werden sportliche Aktivitäten gefördert.
Der öffentliche Raum ist gleichzeitig ursprünglich, extensiv und dem Fluss überlassen und erlaubt, zugunsten der Bewohner mit dem Wasser zu spielen.

CAMPINAS / Glebe Sede Bradina Farm

CAMPINAS / Glebe Sede Brandina farm project

HAMBURG / Masterplan Wilhelmsburg Mitte

HAMBURG / Masterplan Wilhelmsburg Mitte

Der Masterplan Wilhelmsburg Mitte basiert auf einer einheitlichen Gestaltungsidee für die Elbinseln südlich der Innenstadt. Ziel ist es, an diesem Ort neue Maßstäbe für eine lebendige und ökologische Stadtentwicklung durch Landschaft zu setzen. Mit dem Rückbau der Hauptverkehrsstraße wird das Zentrum der Elbinsel als ein Parksystem definiert, das von Norden nach Süden die gewachsenen und neuen Strukturen quert und aufnimmt. Der Entwurf versteht das Element Wasser in seinen unterschiedlichen Formen als Leitelement, welches die gesamte Insel durchzieht. Ausgehend davon entsteht ein übergeordnetes Wegesystem, das sich entlang der Kanäle und Wasserläufe bewegt und dabei verschiedene Räume und Atmosphären durchläuft und erlebbar macht. So entsteht ein Netz unterschiedlicher Grünräume und Zentren.
Kern des Projekts ist die „Neue Mitte Wilhelmsburg“, die Veranstaltungsort der internationalen gartenschau igs 2013 und Kernbereich der Internationale Bauausstellung IBA 2013 ist. Auf ca. 35 Hektar entwickelt der Masterplan hierfür ein neues Zentrum.

RENNES / Euro Rennes

RENNES / Euro Rennes

Der vom Gemeindeverband Rennes Métropole ausgeschriebene Wettbewerb hat zum Ziel, eine neue Verbindung zwischen den  nördlichen und südlichen Stadtteilen zu schaffen. Diese sind durch eine Bahnlinie und einen großen Höhenunterschied getrennt.

Die Planung von Agence Ter beruht auf der Idee, den Bahnhof nicht nur als rein funktionalen Ort sondern als öffentlichen Raum zu sehen: Er wird selbst zum Element, das die beiden Seiten zusammenführt. Dazu wird ein Brückengebäude entwickelt, das zum Unterbau einer künstlichen Landschaft wird, die typische Landschaftselemente der Region interpretiert.