STRAßBURG / Entwicklungsgebiet deux Rives

STRAßBURG / Entwicklungsgebiet Deux Rives

Das Projekt Deux-Rives ist das Ergebnis einer ambitionierten Städtebaupolitik der Stadt Straßburg mit dem Ziel, die alten Hafengebiete neu zu beleben. Mit der Öffnung Richtung Wasser und dem damit entstehenden neuen Stadteingang realisiert die Metropole am Rhein ein Projekt von außergewöhnlich großer Tragweite. Das Ganze erhält durch die Verlängerung einer Straßenbahnlinie bis über die Grenze nach Kehl eine zusätzliche Dynamik.

Drei strategische Entwicklungslinien kennzeichnen das Projekt:

Schaffen eines Miteinanders von Stadt und Hafen :
Durch die Einführung geeigneter Rahmenbedingen soll das selbstverständliche Nebeneinander von Stadt und Hafen ermöglicht werden. Durch die Ansiedlung städtischer Infrastrukturen, der Ausbildung von grünen Fugen und einer gezielten Planung der Erdgeschosszonen kann sich eine Art Hybrid-Stadt entwickeln, in der sich Wohnen, Handel und Gewerbe nicht gegenseitig einschränken.

Entwicklung einer städtebaulichen Strategie, die sich aus der lokalen Landschaft ableitet:
Das Gebiet am Rhein ist von Wasser in unterschiedlichster Form geprägt, an der sich die städtische Entwicklung zwischen Kanälen, Docks und Wasserbecken ausrichtet. Die öffentlichen Räume befinden sich entlang der Ufer, was ihre Rolle als strukturierende städtische Verbindung weiter verstärkt. Die Bepflanzung in den Uferzonen wird intensiviert, wodurch sich auf der Ebene der Gesamtstadt ein grünes Raster bildet. Dieses ist gleichzeitig die Grundlage für ein groß angelegtes Netz für alle Langsamverkehre.

Neue Wohnformen und eine experimentelle Art, den öffentlichen Raum zu nutzen:
Es werden große Freibereiche angeboten, die von den Bewohner angeeignet werde können. Durch die Ausstattung der öffentlichen Räume mit Fitness- und Sport-Geräten werden sportliche Aktivitäten gefördert.
Der öffentliche Raum ist gleichzeitig ursprünglich, extensiv und dem Fluss überlassen und erlaubt, zugunsten der Bewohner mit dem Wasser zu spielen.

CAMPINAS / Glebe Sede Bradina Farm

CAMPINAS / Glebe Sede Brandina farm project

HAMBURG / Masterplan Wilhelmsburg Mitte

HAMBURG / Masterplan Wilhelmsburg Mitte

Der Masterplan Wilhelmsburg Mitte basiert auf einer einheitlichen Gestaltungsidee für die Elbinseln südlich der Innenstadt. Ziel ist es, an diesem Ort neue Maßstäbe für eine lebendige und ökologische Stadtentwicklung durch Landschaft zu setzen. Mit dem Rückbau der Hauptverkehrsstraße wird das Zentrum der Elbinsel als ein Parksystem definiert, das von Norden nach Süden die gewachsenen und neuen Strukturen quert und aufnimmt. Der Entwurf versteht das Element Wasser in seinen unterschiedlichen Formen als Leitelement, welches die gesamte Insel durchzieht. Ausgehend davon entsteht ein übergeordnetes Wegesystem, das sich entlang der Kanäle und Wasserläufe bewegt und dabei verschiedene Räume und Atmosphären durchläuft und erlebbar macht. So entsteht ein Netz unterschiedlicher Grünräume und Zentren.
Kern des Projekts ist die „Neue Mitte Wilhelmsburg“, die Veranstaltungsort der internationalen gartenschau igs 2013 und Kernbereich der Internationale Bauausstellung IBA 2013 ist. Auf ca. 35 Hektar entwickelt der Masterplan hierfür ein neues Zentrum.

RENNES / Euro Rennes

RENNES / Euro Rennes

Der vom Gemeindeverband Rennes Métropole ausgeschriebene Wettbewerb hat zum Ziel, eine neue Verbindung zwischen den  nördlichen und südlichen Stadtteilen zu schaffen. Diese sind durch eine Bahnlinie und einen großen Höhenunterschied getrennt.

Die Planung von Agence Ter beruht auf der Idee, den Bahnhof nicht nur als rein funktionalen Ort sondern als öffentlichen Raum zu sehen: Er wird selbst zum Element, das die beiden Seiten zusammenführt. Dazu wird ein Brückengebäude entwickelt, das zum Unterbau einer künstlichen Landschaft wird, die typische Landschaftselemente der Region interpretiert.

CARRIÈRES-SOUS-POISSY / Der Park der „Wiesenbewohner“

CARRIÈRES-SOUS-POISSY / Der Park der "Wiesenbewohner"

Der Park der « Wiesenbewohner »

Der nordwestlich von Paris am Rand einer Seineschleife gelegene Parc du Peuple de l´Herbe ist geprägt durch seine Lage zwischen Fluss und Stadt und damit dem Leben und Treiben zwischen Erde und Wasser.
Um das Konzept des ökologischen Parks neu zu interpretieren, schlug Agence Ter eine Art Hybrid vor, der die Qualitäten eines zeitgenössischen Landschaftsparks in Stadtrandlage mit denen eines großräumigen Naturparks kombiniert.
Daraus entwickelte sich ein Park mit drei getrennten „Schichten“: einer Aktivzone am Übergang zwischen Stadt und Park; einem naturbelassenen Freiraum mit großen Brachen und temporären Tümpeln; neuen Berührungspunkten mit dem Wasser, den Teichen und insbesondere den Flussauen mit Stränden aus Sand und Kies, zu denen die Besucher über neumodellierte Uferbereiche gelangen können.
Das Projekt bindet alle heute schon bestehenden Qualitäten ein und verbessert gleichzeitig durch eine gezielte Eingriffsstrategie das ökologische Milieu.

HO-CHI-MINH-STADT / Deutsch-vietnamesische Universität

HO-CHI-MINH-STADT / Deutsch-vietnamesische Universität

Unter Federführung der deutschen Regierung soll im Norden der Metropole ein neuer Campus der Vietnamesisch-Deutschen Universität konzipiert werden, der Forschung, Bildung und Wohnen verbindet. Das städtebauliche Konzept schlägt einen dichten, kompakten Stadtteil mit einer präzisen Außengrenzen vor. Für den Freiraum wird eine Reihe von lokalen Landschaftselementen analysiert und an die Bedürfnisse des zeitgenössischen Campus angepasst. Typische „Bilder“ der autochthonen Landschaft wie der vietnamesische Wald, die Reisterrassen oder die Beziehung von Wasser und Wegen werden aufgegriffen und formen den Campus. Durch die Einbettung in einen “Wald” integriert sich der Campus gut in die baumreiche Umgebung. Das Quartier selbst wird durch Bänder aus Gebäuden und Straßen oder Grünfugen strukturiert. Überlagert wird diese gitterartige Struktur durch einen diagonalen Boulevard, der den Campuszugang mit dem Zentrum verbindet. Neben der zentralen Haupt-Plaza bildet eine Reihe weiterer Plätze lebendige Orte im Campusalltag.
Die nahen Flussufer werden zum grünen, öffentlichen Parkband als Hauptschlagader der “weichen Infrastruktur” des Campus mit Fußgänger- und Radwegen sowie Retentionsflächen.

PARIS NORD-EST / Der Linearwald

PARIS NORD-EST / Der Linearwald

Das Bild des Nord-Osten von Paris ist charakterisiert durch raumgreifende Infrastrukturen und Industrie- und Gewerbegebieten. Die städtebauliche Strategie sieht vor den trennenden Boulevard Périphérique mit einem Linearwald zu umgeben, der als Kaltluftschneise und gleichzeitig als Regenwassersammler fungiert. Durch den Boulevard des Maréchaux soll in Zukunft eine neue Straßenbahnlinie führen, Fahrspuren sollen entfallen und mit einem breiten Gehweg und Freiflächen für Fußgänger umgestaltet werden. Die Geradlinigkeit wird durch eine begleitende Alleepflanzung verstärkt, wobei gleichzeitig die angrenzenden Wohnquartiere und Gewerbeflächen miteinander verbunden werden. Die Gebäude der Logistik sollten zu diesem Zweck eine Nutzung erhalten. Die Porte de la Chapelle wird mit dem Parc de la Villette durch eine Querverbindung entlang von Gleisen in Beziehung zueinander gesetzt. Dem Passanten wird auf seinem Weg ein eindrucksvoller Ausblick auf das Stadtbild geboten. Entlang des Canal Saint-Denis entsteht ein Kanal-Park, der die Boulevards und die Gleisen quert, in das Zentrum von Saint-Denis führt und auf diese Weise die Stadtquartiere miteinander verbindet. Die Strategie schafft Rahmenbedingungen für eine Entwicklung, die sich an die veränderlichen Wohn- und Arbeitsformen anpasst und gleichzeitig neue Freiraumqualitäten schafft.

HAMBURG / Stadtküste

HAMBURG / Stadtküste

Im Rahmen eines IBA-Labors war es Aufgabe von Agence Ter, visionäre Ideen für eine Veränderung der Küstenlinie der Tideelbe in Verbindung zu großräumigen Strategien der Entwicklung der Elbestadt Hamburg zu entwickeln.
Historische Karten zeigen die Qualität der Tidelandschaft auf: Über Jahrhunderte sich aneinanderlagernde, verändernde horizontale Kulturschichten. Der Einflussbereich der Tideelbe wurde dabei immer kleiner, der Einflussbereich der Agrarlandschaft und der Städte immer größer. Heute leben die Menschen Im Schutz der Deiche ohne Bezug zur Dynamik und Gestaltkraft des Wassers. Mit einem neuen Verständnis des Öffnens und Erweiterns der Tidelandschaft kann die Geschichte eines dynamisch sich ändernden Landschafts- und Lebensraum fortgeschrieben werden.
Die alte Süderelbe in Hamburg ist seit fast 50 Jahren nicht mehr Teil des Tidestroms der Elbe. Alle wesentlichen Elemente des Konzepts der Tidelandschaft finden sich hier in großer Dichte wieder und können zum Labor für das Gesamtästuar werden. Die Mittel zur Gestaltung des Gebietes hält die Kulturlandschaft selbst bereit: das Anlagern und Verlagern als Grundprinzip, das Aufspüren und Verändern vorhandene Linien und Schichten als Gestaltungswerkzeug.

MANTES-LA-JOLIE / Ökoquartier am Fluss

MANTES-LA-JOLIE / Ökoquartier am Fluss

Das Ökoquartier ist ein gemeinsames Projekt der Städte Rosny-sur-Seine und Mantes-la-Jolie, das großen Wert auf Nachhaltigkeit legt. Es sieht eine Neugestaltung der Seine-Ufer vor, um den Fluß für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Daneben sollen Sport- und Freizeiteinrichtungen für die gesamte Region entstehen. Durch seine privilegierte Lage am Flussufer sowie die vorhandenen naturräumlichen Qualitäten entsteht ein städtebauliches Pilotprojekt für nachhaltige Entwicklung und Ökologie.

ESSEN / Zeche Zollverein

ESSEN / Zeche Zollverein

Auf der Grundlage des Masterplans von O.M.A. wurde der Freiraum-Masterplan für das Weltkulturerbe Zeche Zollverein in Essen erstellt. Als die Zeche noch in Betrieb war, diente die große Fläche des Geländes als Ressource – als Lagerfläche und als Rohstofflieferant. Durch den Bergbau beeinflusst, änderte sich die Topographie durch Aufschüttungen und Bergsenkungen. Der Boden wurde verdichtet und stellenweise kontaminiert, die vorhandene Vegetation hat sich an die Bedingungen angepasst. Vor der Stilllegung der Zeche bestand eine klare Verbindung zwischen dem Werksgelände und den umliegenden Wohngebieten, die wiederbelebt und neu interpretiert wurden. Am Rand des Geländes entstand ein “Gürtel der Entwicklung” mit Neubauten, wohingegen der Kern als Denkmal erhalten blieb. An der Schnittstelle entsteht die Ringpromenade als Verbindung und Aufenthaltsort zum Spazieren, Flanieren, Rollerbladen. Sie orientiert sich dabei nicht an den alten Bewegungsrichtungen der Funktionsabläufe des Bergbaubetriebes. Als neue Schicht liegt sie auf dem vorhandenen Boden mit eigener Farbe und Geometrie und schlängelt sich über das Gelände. Auf der Gleisharfe entsteht ein „Gleisboulevard“ – ein linearer Park mit „Schienenwegen“ und „Plattformen“, auf denen Kunstexponate in der „Natur“ präsentiert werden.