PENGZHOU / Jianjiang-Tal

PENGZHOU / Jianjiang-Tal

Die von Agence Ter für das Jianjiangtal entwickelten Leitlinien umfassen drei große Bereiche :

  • -die Neuausrichtung der Mobilität innerhalb des Tals
  • -eine städtebauliche sowie eine Strategie zum Schutz von Naturräumen
  • -die Ausarbeitung von sieben beispielhaften Projekten

Das Tal wird nicht nur durch die Berghänge definiert, sondern auch durch drei Schichten: als erstes das Flussbett, die Bergflanken auf halber Höhe und die sehr beeindruckende Kette der Berggipfel. Jeder dieser Schichten werden unterschiedliche Architekturen zugeordnet.

Im Tal gibt es sechs große und drei periphere Dörfer. Die Problematik bestand darin, das Tal zu verdichten, um es mit allen Dienstleistungen zu versorgen, die es braucht, ohne es dabei zu zerstören. Dafür entwickelten wir eine Wegschleife, die sieben Dörfern synergisch miteinander verband.

Erreicht wurde die Stärkung der Dörfer durch folgende Maßnahmen:

  • -der Verdichtung der bestehenden städtebaulichen Struktur auf Brachen und an den Ortsrändern,
  • -der Einrichtung eines Ökotons, einer Übergangszone zwischen städtischen und ländlichen Bereichen, in der ein System an erneuerbaren Energien eingerichtet wird,
  • -der Schutz der für die Biodiversität wichtigen fruchtbaren Zonen sowie die Intensivierung des landwirtschaftlichen Charakters des Tals.

SHANGHAI / östliches Ufer in Pudong

SHANGHAI / östliches Ufer in Pudong

Die Stadtverwaltung von Shanghai hat eine Aufwertung des östlichen Ufers des Huangpu-Flusses eingeleitet, das sich über eine Länge von insgesamt 21 km erstreckt. In diesem Gebiet im Herzen der Stadt, das bislang wenig entwickelt oder von industrieller Nutzung geprägt war, soll  das Leben am und mit dem Fluss wieder stärker in das Bewusstsein gerückt werden. Hier soll ein neues Wahrzeichen und eine starke Identität für die Weltstadt geschaffen werden, indem dauerhaft zahlreiche Nutzungen auf der gesamten Länge des Ufers angeboten werden.

Das Projekt sieht das Ufer als lebendige Schnittstelle zwischen den angrenzenden Vierteln und dem Fluss: Einer neuen Schicht, die Umweltbewusstsein, Ökologie, öffentlichen Raum und wirtschaftliches Handeln gleichermaßen berücksichtigt. Kontinuität wird durch eine dreiteilige Gliederung des Raums erreicht, die jeweils verschiedene Ströme und thematische Nutzungen definieren (Große Promenade, Entdeckerwege, Sportpisten). Jeder dieser Bereiche wird thematisch ausgestatten, um neue Aktivitäten am Rand des Wassers anzubieten und zu fördern.

Der Uferbereich wird sowohl bei Tag als auch bei Nacht zu einem Raum des täglichen Lebens, der aber auch Platz für lokale und nationale Feste bietet.

 

 

 

NANTES / Zwischen den Ufern

NANTES / Zwischen den Ufern

Zwischen den Ufern ist eine zukunftsorientierte urbane Strategie, die von einem Anstieg des Wasserpegels der Loire ausgeht und mit Pilotprojekten an sechs repräsentativen Standorten die Vielfalt der Landschaften um Nantes aufzeigt.

Die dabei vorgeschlagene Vernetzung stützt sich auf die Geografie und die Geschichte der Region. Die Landschaft hier ist stark vom Wasser in allen seinen Formen geprägt. Ständige Bewegung, Brücken und Querungsmöglichkeiten sowie Landmarken zeugen von seiner Präsenz. Als echte Schnittstellen sind die Uferkanten besonderer Räume, die in ihrer ganzen Vielfalt im Fokus des Projekts stehen.

Der sich ständig weiter entwickelnde Ideenkatalog zeigt als Einstieg kurzfristige Maßnahmen auf, die die Uferkanten in den Mittelpunkt rücken. Langfristig soll daraus eine neue urbane Dynamik entstehen.

RENNES / flussaufwärts im Tal der Vilaine

RENNES  / flussaufwärts im Tal der Vilaine

Unsere Betrachtung umfasst das gesamte Talgebiet: 25 km Ufer auf beiden Seiten des Flusses. Das stark fragmentierte Tal, das sich heute vom Fluss abkehrt, ist ein wichtiger Bedeutungsträger und hat das Potential, eine gemeinsame Identität für das gesamte Gebiet zu schaffen. Deshalb schlagen wir vor, die Vilaine wieder enger mit der sie umgebenden Landschaft zu verbinden.
Der Parc de la Vilaine soll das Gebiet neu strukturieren und die vorhandenen Elemente enger miteinander verknüpfen. Dazu werden insbesondere die Flussufer direkter miteinander vernetzt. Die Besonderheit dieses Parks ist die Verbindung eines vielfältigen und qualitätvollen Lebensraumes mit einer Vielzahl an Aktivitäten. Nähe und Lebensqualität zeichnen ihn aus. Wir schlagen vor, den Park entlang von zwei kraftvollen Entwicklungsachsen zu organisieren, die die Annehmlichkeiten dieser Region hervorheben.

BORDEAUX / 55 000 ha für die Natur

BORDEAUX / 55 000 ha für die Natur

Die Zunahme von Kommunalverbänden und die Dezentralisierung öffentlicher Einrichtungen in städtische Randbereiche hatte eine zunehmende Verstädterung zur Folge, die wiederum kaum definierte Schnittstellen zwischen Stadt und „Nicht-mehr-Stadt“ mit sich brachte. Die Ränder von Siedlungen und Städten sind in der Regel Räume, die sich ständig verändern und Orte, an denen sich städtisches Wachstum rasant entwickelt. Für die Bewohner entsteht durch die schnelle Veränderung häufig das Gefühl, ihr Lebensraum werde zerstört: Sie werden durch den Verlust von Bezugspunkten destabilisiert. Doch diese Bereiche sind gleichzeitig Orte, an denen sich die Natur zeigt, sich durch ihre Ränder und Horizonte zur Schau stellt.

Aus der Vielfalt der natürlichen Elemente im Kommunalverband Bordeaux ergeben sich viele solcher Schnittstellen. Diese Räume erzeugen Randbereiche, die man auch als „Kanten“ definieren kann und die sich in Abhängigkeit von den natürlichen und städtischen Elementen bilden, aus denen sie sich zusammensetzen. Sie bilden keine Linie, sondern eine Schicht, vergleichbar mit den Saumbiotopen zwischen zwei Ökosystemen. Zudem sind sie nicht homogen und können, je nachdem, wo sie sich befinden die unterschiedlichsten Formen annehmen. Sie bilden das lebendige Gerüst des Kommunalverbands Bordeaux

Wir unterscheiden vier wesentliche Arten von „Kanten“: den Waldsaum, die Wasserkante, die Ränder landwirtschaftlicher Flächen, Ränder von Parks und Infrastruktur. Die Kanten sind das Konzentrat der Herausforderungen von morgen. Sie sind insbesonder interessant für städtebauliche Projekte , die innovatives städtebauliches Denken in Verbindung mit der Natur fördern.

SEINE AVAL / Seine Park

SEINE AVAL / Seine Park

Im Norden von Paris erstreckt sich der Seine Park von der Gemeinde Conflans Sainte Honorine bis nach Jeufosse im Departement Yvelines auf einer Uferlänge von 84 km. Um ein Gebiet dieser Größe bearbeiten zu können, mussten andere  Mittel als ein herkömmlicher Entwurf gefunden werden,  zumal die Seine mit ihren Hochwassern und ihrer komplexen Geographie aus Inseln, Altarmen, Auenwäldern und Trinkwasservorkommen ein lebendiger Organismus innerhalb der Landschaft ist. In diesem sich ständig veränderten Gebiet, das zudem einem starken Immobiliendruck ausgesetzt ist, konzentrierte sich Agence Ter auf die Bereiche zwischen den Städten. Diese den Fluss prägenden „Zwischenräume“ laufen Gefahr, von einer Verstädterung, die ihr Potential nicht erkennt, banalisiert zu werden.

Die Herausforderung bestand darin, ein Konzept zu entwickeln, das die Verbindungen zwischen dem Fluss und seiner Umgebung wieder- sowie eine Kontinuität entlang des Flusslaufs herstellt und so die beteiligten Gemeinden durch das gemeinsame Projekt eng verknüpft. Diese landschaftsräumlichen Einheiten zwischen den Städten wurden „Strände“ genannt: Sie erstrecken sich von der Flussaue bis zum Rand der höher gelegenen Flussterrassen und sollen sich zu Orten mit hohem Mehrwert entwickeln.

CASABLANCA / Grünes Quartier von ANFA

Casablanca / Grünes Quartiert von Anfa

Der neue Stadtteil ANFA in Casablanca, erstreckt sich auf dem ehemaligen Flughafengelände der Stadt. Auf einer Hochebene gelegen mit Blick auf das Meer und auf die Hassan II-Moschee entsteht eine neue städtische Entwicklung eines Mischgebiets. Um räumliche und ökologische Qualitäten zwischen den zukünftigen Wohnquartieren zu schaffen, wird das Plateau durch den Erhalt der Rollbahnen und durch die Reaktivierung der dazwischen liegenden fruchtbaren Sukzessionsflächen strukturiert. Um die Wasserversorgung im Mittelmeerklima von Casablanca strategisch zu steuern, sammeln die einzelnen, in Senken gelegen Parzellen das Regenwasser und bilden dadurch kühlende Gärten mit unterschiedlichen Funktionen. Verknüpft mit einer 50 ha umfassenden zentralen Parkfläche wird auf diese Weise das ökologische Netzwerk gestärkt. Die Parkanlage bildet einen lichten, hochstämmigen Wald aus Akazien und Gleditsien durchzogenen von Wiesenstreifen, die die Blickbeziehungen zur Stadt und zum Meer freigeben.

ILE DE FRANCE / Grand Paris / Pour une métropole durable

ILE DE FRANCE / Grand Paris / Pour une métropole durable

La consultation internationale « Le Grand Pari(s) de l’agglomération parisienne » engagée par l’État et les collectivités en 2008-2009 a interrogé le fonctionnement de la métropole à l’échelle de l’Ile-de-France et permis de tracer des pistes, de définir un canevas, d’esquisser des scénarios post-Kyoto. Le contexte actuel, les concrétisations aujourd’hui à l’œuvre modifient la donne et nécessitent d’instruire à nouveau le débat et de tracer de nouvelles perspectives.
Notre étude porte sur les potentialités de densification et d’urbanisation des fonciers disponibles en bordure des infrastructures fluviales, ferroviaires ou autoroutières et dans les zones d’activités commerciales, dans un premier temps et sur l’expérimentation de stratégies d’implantation de programmes de logements collectifs dans un deuxième temps.
Réfléchir « en grand » permet d’aborder la question des friches notamment dans un nouveau rapport au territoire. Mis bout à bout, ces espaces délaissés redessinent de nouveaux paysages et offrent de nouvelles potentialités d’usage et de biodiversité. Ils fabriquent des continuités de situations de nature qui interfèrent avec d’autres situations paysagères. Les délaissés urbains petits et moyens renforcent une minéralité exacerbée de la ville et renvoient souvent une image négative de la qualité de vie. A cette échelle, la transformation paysagère vient accompagner des usages existants : pockets garden pour attendre les transports en communs, à proximité des lieux de scolarisation. Ces lieux se déclinent en fonction de la typologie de public qui les fréquente : jeunes, public en transit, riverains.

BERLIN / NACHNUTZUNG FLUGHAFEN TEGEL

BERLIN / Nachnutzung Flughafen Tegel

Das Landschaftsbild Tegels wird vor allem geprägt durch die große Weite des Flughafenareals. Hierbei handelt es sich um die größte offene Freifläche Berlins. Gerahmt wird das Gebiet im Wesentlichen durch die Waldkanten des Forstes Jungfernheide, dessen Waldbestand in der Vergangenheit über lange Zeit das bestimmende Landschaftselement darstellte.

Wald und Weite bilden somit die Hauptelemente des Freiraumgerüstes, das ergänzt wird durch die vorhandenen Relikte der Flughafennutzung. In diesem Zusammenhang sind neben den baulichen Relikten wie Pisten und Terminalgelände vor allem die bestehenden und schützenswerten Biotopstrukturen auf dem Flugfeld zu nennen.

Im Ergebnis von drei Werkstattverfahren ist das Ziel des Entwurfs mit den vorhandenen Qualitäten des Ortes zu arbeiten und diese im Sinne einer behutsamen und nachhaltigen Landschaftsentwicklung zu stärken. Darüber hinaus liegt ein Hauptaugenmerk zum einen auf der Einbindung des Areals in den funktionalen und räumlichen Zusammenhang der umliegenden Freiräume, als auch auf der Verknüpfung des Geländes mit der bestehenden Stadtstruktur.

Grundlegend sind zwei Entwicklungskatalysatoren zu unterscheiden: Die Entwicklung des Landschaftsbildes und die Schaffung eines Gewerbe- und Technologiecampus. Beide Entwicklungsansätze verlaufen zwar parallel aber zeitlich unabhängig voneinander.

DUBAI / Lyon Dubai City

DUBAI / Lyon Dubai City

Das Projekt Lyon Dubai überträgt die städtebaulichen Qualitäten und  Lebensart von Lyon in ein neu geplantes Stadtviertel in Dubai. Ziel ist die Schaffung einer nachhaltigen Stadt, die für Fußgänger zu jeder Jahreszeit attraktiv ist. Um das Ambiente der Großstadt Lyon nachempfinden zu können, wird der neue Arabian Canal so geplant, dass er den Zusammenfluss von Rhône und Sâone nachbildet. Für ein individuelles Erleben der städtischen Atmosphäre werden unterschiedliche Promenaden angeboten. Öffentliche Räume werden so miteinander verknüpft, dass durch die Anordnung von doppelten Baumreihen, Frischluftschneisen oder auch die Anordnung von Schattenmodulen ein angenehmes Mikroklima entsteht. Zusätzlich werden zahlreiche Außenstellen bekannter Institutionen aus Lyon angesiedelt, die die kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung des öffentlichen Raums steigern sollen.