Libourne, Quais de la Confluence, Frankreich

Quais de la Confluence, Libourne, Frankreich

Die ursprünglich für den Weinhandel angelegten historischen Kaianlagen der Stadt Libourne wurden nur noch als großer Parkplatz genutzt, als die Stadtverwaltung 2015 einen Wettbewerb zur Umgestaltung unter dem Motto Zusammenfluss von Stadt und Natur auslobte.

Seit dem Beginn der Umbaumaßnahmen 2016 begleitet Agence Ter die Stadt bei der Aufwertung sowohl ihres architektonischen Erbes als auch des Flusses. Mit der fast fertiggestellten großen Promenade, die den Fluss mit der Stadt verbindet, wird viel Platz für sanfte Mobilität geschaffen, um so den Stadtraum zu beruhigen. Gleichzeitig werden zur Stärkung der Dynamik von Hafens und Tourismus neue Nutzungen und Aktivitäten angeboten.

Schon heute kann man auf der Place de la Confluence und der Esplanade de la République die Veränderung beobachten, wo der einstige Parkplatz von den Bürgern als neuer Lebensraum und Treffpunkt am Wasser genutzt und bespielt wird. Zudem lädt ein breiter, bepflanzter und die Promenade begleitender Gehweg die Fußgänger ein, bis zur Brücke von Fronsac zu spazieren, von wo aus der nächste Abschnitt ab 2020 umgestaltet wird.
Schon heute sind die Leitlinien des Projekts sichtbar: eine bessere Orientierung durch einheitlichen Bodenbelag, die visuelle Öffnung zum Wasser, ein Angebot an urbanen Nutzungen (Sport, Freizeitangeboten, Bootsanlegern, grünem Strand, Festen…) an den Kais und die Umwandlung der naturbelassenen Uferbereiche in Feuchtgebiete. Die Umgestaltung der Ufer bezieht die natürlichen Veränderungen durch das Wasser mit ein: durch die Ausbildung einer neuen Mikrotopografie und das Anpflanzen unterschiedlichster Vegetation entstehen Feuchtbiotope , trockene Rasenstreifen, nicht betretbare sowie öffentliche Rasenflächen, die bewässert werden.
Durch das Nebeneinander von überflutbaren Flächen und Nutzungen schafft das Projekt in Libourne gleichzeitig eine neue Urbanität und Offenheit am Ufer und eine naturnahe Urbanität mit Bezug zum Wasser.

1.Preis „Les Défis Urbains“ -Urbane Herausforderungen von Innovapresse (Juli 2019)

AUBERVILLIERS / Campus Condorcet

AUBERVILLIERS / Campus Condorcet

Auf einer Fläche von 5,4 ha entsteht in Aubervilliers nördlich von Paris derzeit der größte europäische Universitätscampus für Sozialwissenschaften. Das neue Viertel ist Teil eines Stadtumbau-Programms und hat zwei Funktionen: Es verbindet die verschiedenen Einheiten des Campus und gleichzeitig den Campus mit der Stadt. Drei Elemente tragen dazu wesentlich bei: der „Campus Park“, der „Cours des Humanités“ und die „aktiven“ Erdgeschosszonen.

Der Campus-Park Condorcet ist eine ruhige Oase in der dicht bebauten Umgebung. Der Grünbestand der umgebenden Straßen verlängert sich bis in die große grüne Freifläche des Campus. Das verdichtete Grün übernimmt eine wichtige klimatische Funktion, begünstigt die Biodiversität und schafft gleichzeitig einen angenehmen Außenraum.

Der „Cours des Humanités“ ist eine in Nord-Süd-Richtung verlaufende großzügige Achse, die das Rückgrat des Projekts bildet. An ihr befinden sich alle Institute und Einrichtungen. Sie verschwenkt in ihrem Verlauf, um das neue Große Dokumentationszentrum zu durchqueren und bindet den Campus auf kürzestem Weg an das Netz von Metro, Straßenbahn und Regionalbahnen an.

Die durchgängig 4,5m hohen „aktiven“ Erdgeschossbereiche bilden eine optisch wie physisch durchlässige Zone, an der sich die Eingangshallen und –bereiche der Uni-Institutionen und der angegliederten nicht-universitären Nutzungen vermischen. Sie sind gleichermaßen für Anwohner und Studenten zugänglich.

 

LOS ANGELES / Pershing Square

LOS ANGELES / Pershing Square

Der Pershing Square ist einer der historischen öffentlichen Plätze in Downtown Los Angeles. Ursprünglich als Park konzipiert, verlor er seine Funktion als grüne Lunge und Treffpunkt der Anwohner durch den Bau einer Tiefgarage in den 80er-Jahren. Dabei wurde der Platz angehoben und durch Treppenanlagen, Mauern und den Zufahrtsrampen aus seinem städtischen Kontext gerissen.

Unter der Federführung von Agence Ter und in Kooperation mit zehn Planungsbüros aus Los Angeles entwickelte « Agence Ter & Team » ein neues Leitbild für den Pershing Square Renew: Das Exempel eines öffentlichen Raum, das den Anspruch hat soziales und kulturelles Leben, die Natur und den umgebenden städtischen Kontext eng miteinander zu verweben und so ein Geflecht zu schaffen, das gemeinsam mit den Anwohnern und Akteuren von Downtown weiterentwickelt wird.

« Radical flatness » als Grundidee der Neugestaltung: Die sorgfältige Umgestaltung des Parkhausdaches erlaubt es, den Platz wieder auf sein historisches Niveau abzusenken. Damit wird der neue Pershing Square ohne Treppen und Mauern wieder für alle zugänglich, inklusiv und demokratisch, und erlaubt in sämtliche Richtungen eine barrierefreie Anknüpfung an den umliegenden Stadtraum.

Der Platz bietet viel Schatten, unter einheimischen Bäumen sind Gärten angelegt und ein „Blätterdach“ in Form einer weinbewachsenen Pergola spannt sich über mehrere Verkaufspavillons. Auf einer offenen Rasenfläche in der Mitte ist Platz für verschiedenste Aktivitäten vom Picknick über Konzerte bis zu Filmprojektionen.

Das Projekt ist nachhaltig: Wasser wird gesammelt und aufbereitet, die Pflanzen sind dem trockenen Klima angepasst und die Pergola wird zum Energiespender des Parks. Sie ist gleichzeitig das Gerüst für Lichtobjekte des Künstlers Leo Villareal.

Das durch seine Schlichtheit elegante Design ist zeitlos, macht den Platz lebendig und offen und schafft eine neue Dynamik in Downtown Los Angeles.

KARLSRUHE / Schlossplatz

KARLSRUHE / Schlossplatz

Stadträumlich bildet der Schlossplatz Karlsruhe den Auftakt einer durch Friedrich Weinbrenner im 19. Jahrhundert entworfenen linearen Platzfolge vom Schloss nach Süden in die Stadt hinein, der Via triumphalis. Das neue Mittelparterre wird durch ein schlüssiges Konzept Teil dieses Ensembles.

Die historischen Lengelacher Skulpturen werden neu positioniert und gliedern dadurch das Mittelparterre. In den Achsen zweier sich gegenüberstehender Skulpturen entstehen Fugen, die die Fläche des Parterres rhythmisieren. Schmale Wasserbänder in den Fugen lenken den Blick und inszenieren die Figuren, die sich in dem Wasserfilm spiegeln. Entlang der Hauptachse erhält das Parterre wieder eine blühende Bepflanzung in einer zeitgemäßen Interpretation der historisch sehr farbigen Anlage.

Das Gesamtensemble hat durch seine Umgestaltung deutlich an Attraktivität gewonnen. Die städtebauliche Anbindung an die Innenstadt schafft eine übergreifende Kontinuität. Die Rasenflächen sind nun begehbar, die Wasserlinien laden insbesondere Kinder zum Spielen ein. Die Rahmung des Karl-Friedrich-Denkmals durch einen Brunnen schafft eine zusätzliche Aufenthaltsqualität. Als neue öffentliche Mitte wird der Ort zu dem zentralen Freiraum in Karlsruhe.

BERLIN / Campus Hertzallee

BERLIN / Campus Hertzallee

Um die Verwebung von Stadt und Universität zu stärken wird ein kohärentes Zusammenspiel zwischen Allee- und Campusidee der Technischen Universität (TU) und der Universität der Künste Berlin (UdK) hergestellt. Ein baumgesäumter ‚Campus Walk‘ mit neuen Ausstattungselementen und Funktionen fungiert als lineare Begegnungs- und Aufenthaltszone, der die Einrichtungen der bestehenden und neuen Campusbereiche verbindet. Im Wechsel lagern sich an die Hauptachse Belagsbänder an, die die vielfältigen Ausstattungsansprüche des Campus integrieren. Das zentrale Campus-Grün ist eine dicht mit Bäumen bestandene Grünfläche, die Aufenthalts-, Lern- und Rückzugsbereiche auf dem Campus bietet und eine wertvolle Basisebene für alle neuen Plätze und Wegeverbindungen bildet. Klare, sich kreuzende lineare Wegeverbindungen vernetzen die Universitäten untereinander, wobei die Verbindung zwischen Hauptgebäude und Mensa eine deutliche Akzentuierung in Dimension und Ausrichtung erfährt. Vier Platzbereiche, die in direkter Verbindung mit bestehenden Stadträumen stehen, bieten entlang der Hertzallee Vernetzungs-, Aufenthalts- oder Repräsentationsqualitäten.

GLASGOW / Réaménagement de George Square

GLASGOW / Réaménagement de George Square

L’objectif de ce concours international était de créer une place exceptionnelle à partir du parvis de l’imposante City Chambers de Glasgow caractérisé par une importante collection de statues, cette place n’est pas un lieu de vie. L’Agence Ter revisite ce lieu central en affirmant l’importance civique de la place : l’ensemble de l’espace reste ouvert et offre une grande modularité. La pierre, matériau durable et symbolique est déployée devant City Chambers pour offrir de subtiles variations de surface, refléter les ciels changeants et réagir différemment à la pluie fréquente, au sud une galerie de statues redonne aux statues leur prestance, au nord, en balcon, une bande généreuse d’arbres au feuillage léger ponctuée de bancs, de jeux et l’éclairage encouragent les passants à faire une pause et profiter du soleil. Un miroir réfléchissant d’eau rétractable multiplie la lumière et reflète le patrimoine architectural de la place tout en offrant un terrain de jeux et de détente à tout âge.

PARIS / Porte Pouchet

PARIS / Porte Pouchet

Le site de la future place Pouchet constituait jusqu’à présent une coupure urbaine entre Paris et les communes limitrophes de Clichy et Saint Ouen. Marqué par la présence de l’infrastructure du périphérique, ce site est à l´heure actuelle un espace encombré et opaque, une frontière pour le piéton. La relocalisation des services actuellement situés sous l’infrastructure va libérer un espace d’environ 2ha, ce qui représente une vraie opportunité pour opérer une couture urbaine. L’aménagement proposé a pour objectif de transformer le nouveau vide urbain en un espace public emblématique aux usages divers (détente, jeux, évènementiel,…). Deux principes fondamentaux sont retenus:
– Offrir un espace traversant et perméable de part et d’autre du périphérique.
– Transformer le dessous de l’ouvrage d’art en un lieu attractif et étonnant.
Ainsi, la future place Pouchet est conçue comme une seule et unique étendue, mais
avec trois espaces différenciés : LA GALERIE OUVERTE, LE JARDIN SUD et LE JARDIN NORD

SAINT-GERMAIN-EN-LAYE / La Lisière Pereire

SAINT-GERMAIN-EN-LAYE / La Lisière Pereire

La Lisière Pereire de Saint-Germain-en-Laye juit d’un emplacement stratégique exceptionnel, d’une part par sa position en entrée de ville et d’autre part, par son contact direct avec la forêt. Un premier parti pris a été de promouvoir l’imbrication des différents usages et des fonctions dans un seul et même espace cohérent. La lisière Pereire devient une zone hybride, mêlant à la fois logement et activités, vie collective et intimité, ville et nature. Parallèlement, la volonté première a été de rendre la forêt aux habitants. Il a été nécessaire de déployer et d’enrichir le vocabulaire paysager du lieu et de l’adapter au contexte urbain. Les déclinaisons naturelles de la forêt (lisière, clairière…), les matières et particularités du site ainsi que les figures emblématiques de la ville (la Terrasse de Lenôtre…) sont autant d’éléments qui ont développé le projet urbain. De nouveaux espaces, de nouveaux paysages sont crées tout en restant très proche d’un contexte.

VAIRES-SUR-MARNE / Base nautique

VAIRES-SUR-MARNES / Base nautique

La base nautique de l’Île de Vaires, intégrée à son environnement naturel sera la vitrine de l’excellence française dans les sports nautiques de haut niveau : aviron et canoë-kayak.

Par un travail de déploiement dans l’espace, le projet veille à dégager une impression de grande unité architecturale. L’eau structure la parcelle et distribue l’espace transformé en mosaïque d’îlots.

L’écriture paysagère est l’affirmation d’une île dévolue aux sports et aux loisirs. Pour atteindre à une bonne intégration sportive, fonctionnelle, paysagère et de développement touristique, le projet matérialise en épaisseur à partir du point d’entrée un cône de vision, point de vue majeur sur l’horizon qui se transforme en une vaste scène et commande l’approche globale.

A grande échelle ce projet s’inscrit dans la logique de vides et de pleins du paysage actuel et s’en inspire pour créer une nouvelle entité dans l’esprit d’une clairière retrouvée qui souligne et entoure les installations.

OSLO / Deichmanske Bibliothek

OSLO / Deichmanske Bibliothek

Der Entwurf der Außenanlagen betont die Bibliothek als Bestandteil und Erweiterung des öffentlichen Raumes und die Entwicklung der Stadt zu einer fjord city. Ein großer städtischer Teppich, der urban carpet zieht sich über den Vorplatz in die Erdgeschosszone des Gebäudes. Die Basis des Teppichs ist eine kleinformatige Granitplattenstruktur, bei der sich glatte Oberflächenbeschaffenheiten in den Bewegungsachsen mit raueren Texturen in den ruhigeren Bereichen abwechseln. Gelegen an der historischen Nahtstelle zwischen dem mittelalterlichen Oslo und der auf dem Schachbrettmuster aufgebauten Neustadt im Westen, verbinden zwei in den Teppich integrierte Lichtachsen auf symbolische Weise die Bibliothek mit beiden Stadtteilen. Die in die Lichtachsen eingestreuten beleuchteten Nebeldüsen tauchen den Platz vor allem bei Nacht in eine mystische Atmosphäre. Gleichzeitig verwandelt sich die Platzoberfläche in einen großen Bildschirm. Grafiken und Textauszüge, die interaktiv über das Mobiltelefon beeinflusst werden können, werden vom Dachüberhang der Bibliothek auf den Platz projiziert. Der westliche Teil des Teppichs ist bedeckt von einem feinen begehbaren Wasserfilm, der den Himmel reflektiert und in der Winterzeit sich zu einer innerstädtischen Eislaufbahn wandelt. Der Wasserfilm kann aber auch in kürzester Zeit entfernt werden, um Raum für Konzerte und temporäre Events auf dem Vorplatz zu schaffen.