Unter Federführung der deutschen Regierung soll im Norden der Metropole ein neuer Campus der Vietnamesisch-Deutschen Universität konzipiert werden, der Forschung, Bildung und Wohnen verbindet. Das städtebauliche Konzept schlägt einen dichten, kompakten Stadtteil mit einer präzisen Außengrenzen vor. Für den Freiraum wird eine Reihe von lokalen Landschaftselementen analysiert und an die Bedürfnisse des zeitgenössischen Campus angepasst. Typische „Bilder“ der autochthonen Landschaft wie der vietnamesische Wald, die Reisterrassen oder die Beziehung von Wasser und Wegen werden aufgegriffen und formen den Campus. Durch die Einbettung in einen “Wald” integriert sich der Campus gut in die baumreiche Umgebung. Das Quartier selbst wird durch Bänder aus Gebäuden und Straßen oder Grünfugen strukturiert. Überlagert wird diese gitterartige Struktur durch einen diagonalen Boulevard, der den Campuszugang mit dem Zentrum verbindet. Neben der zentralen Haupt-Plaza bildet eine Reihe weiterer Plätze lebendige Orte im Campusalltag.
Die nahen Flussufer werden zum grünen, öffentlichen Parkband als Hauptschlagader der “weichen Infrastruktur” des Campus mit Fußgänger- und Radwegen sowie Retentionsflächen.

  • Programm / Projekt:  HO-CHI-MINH-STADT / Deutsch-vietnamesische Universität
  • Abnehmer: Sozialistische Republik Vietnam, Ministry of Education + Training (MOET)
  • Auftragnehmer: Agence Ter, Riegler Riewe Architekten, ASTOC, Marina Stankovic Architekten, yo2 Architects, Ingenieurbüro Dr. Binnewies, Amstein + Walthert, ARGUS, Transsolar
  • Fläche: 50,5 ha
  • Zeitraum: 2013
  • Ort: Ho-Chi-Minh-Stadt, Vietnam
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HO-CHI-MINH-STADT / Deutsch-vietnamesische Universität