Stadträumlich bildet der Schlossplatz Karlsruhe den Auftakt einer durch Friedrich Weinbrenner im 19. Jahrhundert entworfenen linearen Platzfolge vom Schloss nach Süden in die Stadt hinein, der Via triumphalis. Das neue Mittelparterre wird durch ein schlüssiges Konzept Teil dieses Ensembles.

Die historischen Lengelacher Skulpturen werden neu positioniert und gliedern dadurch das Mittelparterre. In den Achsen zweier sich gegenüberstehender Skulpturen entstehen Fugen, die die Fläche des Parterres rhythmisieren. Schmale Wasserbänder in den Fugen lenken den Blick und inszenieren die Figuren, die sich in dem Wasserfilm spiegeln. Entlang der Hauptachse erhält das Parterre wieder eine blühende Bepflanzung in einer zeitgemäßen Interpretation der historisch sehr farbigen Anlage.

Das Gesamtensemble hat durch seine Umgestaltung deutlich an Attraktivität gewonnen. Die städtebauliche Anbindung an die Innenstadt schafft eine übergreifende Kontinuität. Die Rasenflächen sind nun begehbar, die Wasserlinien laden insbesondere Kinder zum Spielen ein. Die Rahmung des Karl-Friedrich-Denkmals durch einen Brunnen schafft eine zusätzliche Aufenthaltsqualität. Als neue öffentliche Mitte wird der Ort zu dem zentralen Freiraum in Karlsruhe.

  • Programm / Projekt:  KARLSRUHE / Schlossplatz
  • Abnehmer: Land Baden-Württemberg, Vermögen und Bau, Amt Karlsruhe
  • Auftragnehmer: Agence Ter
  • Fläche: 8 ha
  • Zeitraum: 2009-2014
  • Ort: Karlsruhe, Deutschland
+

KARLSRUHE / Schlossplatz