Das Bild des Nord-Osten von Paris ist charakterisiert durch raumgreifende Infrastrukturen und Industrie- und Gewerbegebieten. Die städtebauliche Strategie sieht vor den trennenden Boulevard Périphérique mit einem Linearwald zu umgeben, der als Kaltluftschneise und gleichzeitig als Regenwassersammler fungiert. Durch den Boulevard des Maréchaux soll in Zukunft eine neue Straßenbahnlinie führen, Fahrspuren sollen entfallen und mit einem breiten Gehweg und Freiflächen für Fußgänger umgestaltet werden. Die Geradlinigkeit wird durch eine begleitende Alleepflanzung verstärkt, wobei gleichzeitig die angrenzenden Wohnquartiere und Gewerbeflächen miteinander verbunden werden. Die Gebäude der Logistik sollten zu diesem Zweck eine Nutzung erhalten. Die Porte de la Chapelle wird mit dem Parc de la Villette durch eine Querverbindung entlang von Gleisen in Beziehung zueinander gesetzt. Dem Passanten wird auf seinem Weg ein eindrucksvoller Ausblick auf das Stadtbild geboten. Entlang des Canal Saint-Denis entsteht ein Kanal-Park, der die Boulevards und die Gleisen quert, in das Zentrum von Saint-Denis führt und auf diese Weise die Stadtquartiere miteinander verbindet. Die Strategie schafft Rahmenbedingungen für eine Entwicklung, die sich an die veränderlichen Wohn- und Arbeitsformen anpasst und gleichzeitig neue Freiraumqualitäten schafft.

  • Programm / Projekt:  PARIS NORD-EST / Der Linearwald
  • Abnehmer: Paris
  • Auftragnehmer: Agence Ter + Dusapin-Leclercq Architectes-Urbanistes (Federführend)
  • Fläche: 200 ha
  • Zeitraum: 2003-2011
  • Ort: Paris, Frankreich
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PARIS NORD-EST / Der Linearwald