Das Verfüllen der Seitenarme der Loire hat dazu beigetragen, den Fluss aus dem Stadtzentrum verschwinden zu lassen. Doch die Spuren der ehemaligen Wasserflächen sowie ihre Dimension sind im Stadtraum noch heute spürbar. Unser Projekt will den Kontakt zwischen Stadt und Fluss neu beleben und den Einfluss und den Charakter der Loire wieder in den Fokus rücken und so die Rückeroberung des Flussraums mittels neuer Nutzungen, der Sinne und der Landschaft in Gang bringen.

Ein Strategieplan zeigt den Reichtum der verschiedenen Facetten der Loire, die sich in Nantes zeigen:

Zum einen die kultivierte und bewirtschaftete Loire, wie sie sich in den flussaufwärts liegenden ländlich geprägten Gebieten zeigt. An ihr inspiriert sich die Gestaltung der ehemaligen Uferkante der Gloriette-Insel, eines heute stillgelegten Flussarms.

Flussabwärts dagegen befindet sich die Loire der Häfen, der Binnenschifffahrt und der Küste, die von der Flussmündung geprägt ist. Hier werden maritime Gärten vorgeschlagen, die, als Reminiszenz an die Hangars und Lagerhallen früherer Epochen, von Pavillons und kleinen Architekturen begleitet werden. Diese wiederum sind, wie in einem Spiegel, an entsprechende Installation auf dem Wasser gekoppelt.

Wo diese beiden Landschaftsräume zusammenfließen, übernehmen zwei großstädtische öffentliche Räume die Aussöhnung zwischen Nantes und seinem Fluss: La Petite Holland ist ein großer, städtischer und von Grün geprägter Platz an dem  sich Stadt und Fluss zu einer großen Landzunge verbinden. Die Cale St. Felix wir zum Sport- und Festplatz, der den neuen südlichen Stadteingang markiert.

  • Programm / Projekt:  NANTES / Loire-Ufer - Petite Hollande
  • Abnehmer: Gemeindeverband Nantes Métropole
  • Auftragnehmer: Agence Ter (federführend) + Une Fabrique de la Ville + List + 51N4E + Coup d'Eclat + Collectif Fil + Scopic + Mobhilis + Tugec + Cronos + Tess
  • Fläche: 12 ha
  • Zeitraum: 2017 - 2026
  • Ort: Nantes, Frankreich
+

NANTES / Loire-Ufer – Petite Hollande