Auf der Grundlage des Masterplans von O.M.A. wurde der Freiraum-Masterplan für das Weltkulturerbe Zeche Zollverein in Essen erstellt. Als die Zeche noch in Betrieb war, diente die große Fläche des Geländes als Ressource – als Lagerfläche und als Rohstofflieferant. Durch den Bergbau beeinflusst, änderte sich die Topographie durch Aufschüttungen und Bergsenkungen. Der Boden wurde verdichtet und stellenweise kontaminiert, die vorhandene Vegetation hat sich an die Bedingungen angepasst. Vor der Stilllegung der Zeche bestand eine klare Verbindung zwischen dem Werksgelände und den umliegenden Wohngebieten, die wiederbelebt und neu interpretiert wurden. Am Rand des Geländes entstand ein “Gürtel der Entwicklung” mit Neubauten, wohingegen der Kern als Denkmal erhalten blieb. An der Schnittstelle entsteht die Ringpromenade als Verbindung und Aufenthaltsort zum Spazieren, Flanieren, Rollerbladen. Sie orientiert sich dabei nicht an den alten Bewegungsrichtungen der Funktionsabläufe des Bergbaubetriebes. Als neue Schicht liegt sie auf dem vorhandenen Boden mit eigener Farbe und Geometrie und schlängelt sich über das Gelände. Auf der Gleisharfe entsteht ein “Gleisboulevard” – ein linearer Park mit “Schienenwegen” und “Plattformen”, auf denen Kunstexponate in der “Natur” präsentiert werden.

  • Programm / Projekt:  ESSEN / Zeche Zollverein
  • Abnehmer: EGZ
  • Auftragnehmer: Agence Ter (Federführend), OMA + Heinrich Böll
  • Fläche: 100 ha (Masterplan), Platzfläche (1,3 ha), Parkplätze (1,7 ha)
  • Zeitraum: 2006 - 2007
  • Ort: Essen, Deutschland
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ESSEN / Zeche Zollverein