Das Landschaftsbild Tegels wird vor allem geprägt durch die große Weite des Flughafenareals. Hierbei handelt es sich um die größte offene Freifläche Berlins. Gerahmt wird das Gebiet im Wesentlichen durch die Waldkanten des Forstes Jungfernheide, dessen Waldbestand in der Vergangenheit über lange Zeit das bestimmende Landschaftselement darstellte.

Wald und Weite bilden somit die Hauptelemente des Freiraumgerüstes, das ergänzt wird durch die vorhandenen Relikte der Flughafennutzung. In diesem Zusammenhang sind neben den baulichen Relikten wie Pisten und Terminalgelände vor allem die bestehenden und schützenswerten Biotopstrukturen auf dem Flugfeld zu nennen.

Im Ergebnis von drei Werkstattverfahren ist das Ziel des Entwurfs mit den vorhandenen Qualitäten des Ortes zu arbeiten und diese im Sinne einer behutsamen und nachhaltigen Landschaftsentwicklung zu stärken. Darüber hinaus liegt ein Hauptaugenmerk zum einen auf der Einbindung des Areals in den funktionalen und räumlichen Zusammenhang der umliegenden Freiräume, als auch auf der Verknüpfung des Geländes mit der bestehenden Stadtstruktur.

Grundlegend sind zwei Entwicklungskatalysatoren zu unterscheiden: Die Entwicklung des Landschaftsbildes und die Schaffung eines Gewerbe- und Technologiecampus. Beide Entwicklungsansätze verlaufen zwar parallel aber zeitlich unabhängig voneinander.

  • Programm / Projekt:  BERLIN / Nachnutzung Flughafen Tegel
  • Abnehmer: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin
  • Auftragnehmer: Agence Ter
  • Fläche: 460 ha
  • Zeitraum: 2009-2012
  • Ort: Berlin, Deutschland
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BERLIN / NACHNUTZUNG FLUGHAFEN TEGEL