Leben in der Flusslandschaft

Die Elbinsel Wilhelmsburg, umflossen von der Norder- und Süderelbe, ist Teil des Ästuars der Elbmündung. Sie ist geprägt von Hafenanlagen, Infrastrukturachsen und etwas Landwirtschaft. Innerhalb dieses ökologischen und infrastrukturellen Biotops hat sich ein Mosaik landschaftlicher Nischen entwickelt. Diese Fragmente werden mit der Landschaft zu einer Stadt der Gärten verwoben; nicht mehr Vorort von Hamburg, sondern Lebensqualität vor Ort! Die Landschaft wird zur Leitdisziplin – sie integriert die bestehenden grünen Nischen, greift in die Stadtstruktur hinein und ermöglicht lokale Gartenidyllen im stadtlandschaftlichen Rahmen.

Das neue Quartier knüpft an die bestehenden Viertel an und schließt den Kreis um die Wilhelmsburger Mitte. Wo beide Strukturen aufeinandertreffen, entsteht am Aßmannkanal – entlang der von Süden kommenden Landschaftsachse – ein neuer Park mit Quartierszentrum. Dadurch erhält Wilhelmsburg eine klare polyzentrische Siedlungsstruktur. Der Quartiersplatz weist eine besondere landschaftliche Qualität auf und öffnet sich zu Park und Kanal.Für Fußgänger und Radfahrer wird eine neue Brückenverbindunge geschaffen, die direkt ins neue Quartier führt. Im Norden bindet auch die bauliche Struktur an die Blockränder des Reiherstiegviertels an, nach Süden löst sich diese zunehmend auf und geht in das hafenartige Gewerbequartier über. Wichtig ist im Süden die Anbindung an die Landschaftsachse, die sich nach Norden zieht und sich zum Park am Aßmannkanal aufweitet.

  • Wettbewerb: Elbinselquartier, Hamburg, 1.PREIS
  • Auslober: IBA Hamburg GmbH
  • Auftragnehmer: Agence Ter .de mit Hosoya Schäfer Architects AG, Zürich
  • Fläche: 41 ha
  • Ort: Hamburg-Wilhelmsburg
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HAMBURG / Elbinselquartier